Einweihung

Liedgut und Brauchtum

 

LOBGESANG
zu Ehren des hl. Martyrers Sebastinanus
(Sebastianuslied, alte Fassung)
Im Ton: Vater hoch im Himmels Thron

  1. Trett herbey in schöner Reyh
    Fanget an ohn alle Scheu
    Heiliger Sebastian
    • Unsere Stimm last lieblich tönen
      Ehren unseren Schutz-Patron
      Heiliger Sebastian
  2. Heut gedenkt derjenig‘ Tag
    Daran sich deiner Marter Plag
    Heiliger Sebastian
    • Hat geend’t ins Himmels Throne
      Hast erlangt die Marter Krone
      Heiliger Sebastian
  3. Als ein tapferer Krieges Held
    Kömmst gezogen auf dem Feld
    Heiliger Sebastian
    • Deine Feind hat überwunden
      Sie an Händ und Füß gebunden
      Heiliger Sebastian
  4. Kaiser Diocletian
    Hat alsbald befohlen an
    Heiliger Sebastian
    • Falsche Götter zu verehren
      Täts abschlagen sein Begehren
      Heiliger Sebastian
  5. Dies der grimmig Kaiser haßt
    Ließ dich setzen in Morast
    Heiliger Sebastian
    • Alles tats geduldig leiden
      Nur für Christi Glauben streiten
      Heiliger Sebastian
  6. Als du dich nun bald aufs neu
    Hast bekannt einen Christen frei
    Heiliger Sebastian
    • Wallst dargeben Leib und Leben
      Als den Götzen Opfer geben
      Heiliger Sebastian
  7. Dahe du dies gesprochen kaum
    Wurdest gebunden an einen Baum
    Heiliger Sebastian
    • Dein Leib wurd mit Pfeil durchschossen
      Hast dein edles Blut vergossen
      Heiliger Sebastian
  8. Dich Herrona edle Dam
    Zu sich in Verpflegung nahm
    Heiliger Sebastian
    • Als dich sahe in solchen Schmerzen
      Wems nicht gehen sollt zu Herzen
      Heiliger Sebastian
  9. Hört, o Wunder, insgemein
    Da schickt Gott ein Engel sein
    Heiliger Sebastian
    • Der dir auszog alle Pfeilen
      Tat dir auch all Wunden heilen
      Heiliger Sebastian
  10. Doch des grimmig Kaisers Wut
    Nicht ersättigt an dein’m Blut
    Heiliger Sebastian
    • Dich mit Kolben ließ erschlagen
      Deine Seel hat Gott behagen
      Heiliger Sebastian
  11. Wann wir sitzen im Morast
    Großer Sünden schwere Last
    Heiliger Sebastian
    • Und han Gottes Zorn erwecket
      Lieber uns sein Rut ausstrecket
      Heiliger Sebastian
  12. Daß er uns auch strafen will
    Mit der Pest und Krankheit viel
    Heiliger Sebastian
    • Durch dein Marter und dein Taten
      Laß uns keine Krankheit schaden
      Heiliger Sebastian
  13. Endlich wann zur letzten Weil
    Kommt der Tod mit seinem Pfeil
    Heiliger Sebastian
    • Für uns streite, für uns fechte
      Daß wir gehen zu Gottes Rechte
      Heiliger Sebastian

 


BITTGESANG
(Sebastianuslied, neue Fassung)

 

  1. Zur dir wend ich mein Gebet,
    Das um deine Hilfe fleht,
    Heiliger Sebastian !
    • Deine Fürbitt ruf‘ ich an,
      Hilf, daß ich dir folgen kann.
      Heiliger Sebastian!
  2. Bitte, daß mein Glauben steh‘
    Fest und froh in Kampf und Weh‘,
    Heiliger Sebastian!
    • Daß mein Herz so treu vertraut,
      Wie nun klar dein Auge schaut,
      Heiliger Sebastian!
  3. Bitte, daß der Hoffnung Licht,
    Mir durch jedes Dunkel bricht.
    Heiliger Sebastian!
    • Sei du selbst mein heller Sternn
      Der mir leuchtet nah und fern.
      Heiliger Sebastian!
  4. Bitte, daß ich endlich frei,
    Ganz in reiner Liebe sei,
    Heiliger Sebastian!
    • Ach, in solcher Liebestreu‘,
      Daß mich Not und Tod erfreu‘,
      Heiliger Sebastian !
  5. Steh ich an des Todes Rand‘,
    O, so reich mir deine Hand.
    Heiliger Sebastian !
    • Sprich: ,,Es ist kein Todesmeer,
      Sieh‘, dich ruft dein Vater her.“
      Heiliger Sebastian !

SEBASTIANLIED
(heutige Fassung)

  1. Zu dir wend ich mein Gebet,
    das um deine Hilfe fleht.
    Heiliger Sebastian!
    Deine Fürbitt ruf ich an,
    hilf, daß ich dir folgen kann.
    Heiliger Sebastian!
  2. Du bist unser Schutzpatron,
    bitt für uns an Gottes Thron.
    Heiliger Sebastian!
    Läutere in uns Herz und Sinn,
    führe uns zu Christus hin.
    Heiliger Sebastian!
  3. Du bist unser straker Mann,
    der da immer helfen kann.
    Heiliger Sebastian!
    Steh uns bei in jeder Not,
    jetzt im Leben und im Tod.
    Heiliger Sebastian!

ST. MATTHIAS-LIED

  1. Zu der Apostel Zahl, gestellt durch heilge Wahl,
    Matthias Gottes Zeuge, jetzt an des Höchsten Thron hilfreicher Schutzpatron, zu uns dich niederbeuge!
    Das ganze Land hebt Herz und Hand empor zu dir vertrauend!
  2. Der Herr, zu dessen Ruhm du littst das Martertum, versagt dir keine Bitte;
    dein heiliger Leib nun ruht als unschätzbares Gut verehrt in unserer Mitte.
    Dies teure Pfand schütz Leut und Land, den Hirten und die Herde!
  3. 0 Stern der neuen Glanz gießt auf der Jünger Kranz, die treu zu Jesus stehen;
    oh Kirchensäule hehr, fest wie der Fels im Meer, wie auch die Stürme wehen !
    Die Kirche stütz, den Glauben schütz, gibt Trost und Mut den Schwachen!
  4. Erfleh von Jesu Christ, was uns zum Heile ist, im Leben und im Sterben,
    daß unserm Gott allein wir Leib und Seele weihn, den Himmel uns erwerben!
    Oh bleib uns hold! Des Dankes Sold dir zollen alle Herzen.

Wallfahrtslied
(gesungen bei Wallfahrten nach Kevelar, Bornhofen und nach Kell)

  1. Geleite durch die Wellen, das Schifflein treu und mild,
    zur heiligen Kapelle, zu deinem Gnadenbild.
    Und hilf uns in den Stürmen, wenn sich die Wogen türmen,
    Maria, Maria, o Maria hilf!
  2. Du gnadenreiche Frau, o segne unser Land,
    die Ähre und die Traube, den Fleiß und Schweiß der Hand.
    Und die voll Kummer darben, den Armen ohne Garben.
    Maria, Maria, o Maria hilf!
  3. Und die verlassen klagen, in Not und Sturm und Wind,
    die unterdrückt, geschlagen, verwaist und hilflos sind.
    Wem je der Trost entschwunden, den Kranken, Todeswunden.
    Maria, Maria, o Maria hilf!
  4. Erbitt von Gott uns Frieden, erbitt uns Heiligkeit.
    Vereine, was geschieden, versöhne uns im Streit.
    Das wir zu deinen Fü.en, als Kinder dich begrü.en.
    Maria, Maria, o Maria hilf!

Merteslied

Helleche Sante Mertes, dat warne jade Mann.
der deilt senge Mantel mit einem arme Mann.
0 jett os jett, o lott os jett, mir han noch wejde röm ze jonn.

Ebbe, dibbe dü – en Arpel Büsch Strüh,
en Merteskorf vor die Parz jeworf,
Äppelche, Nü.je, Sirre, alles wat ihr könnt entbiere,
das Jeldche ende Toesch, dat Wengche ende Fläsch;
hat Jeldche maß verzehret sen,
dat Wengche maß jedronke sen.
Dotz, dotz, dilledotz, wer nois jitt, de is en Noisnotz !
Rengele, renge ihr Reiche, jett os euer al Zeuch
0 jett os jett, o lott os jett, mir han noch wejde röm ze jonn.

Hier wohnt ein reicher Mann, der uns vieles geben kann,
viel soll er geben, lang soll er leben,
selig soll er sterben, das Himmelreich erwerben.
Laßt uns nicht so lange stehn,
denn wir müssen weitergehn, weitergehn !

Wurde den Mertesjungen nichts gegeben, wurde folgender Schmährers gesungen:

Die Jeiz, die Jeiz, die jitt nois her,
do kann ma schreie wie en Bär!

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